Was kommt als Nächstes im Schweißen? Trends aus Essen: Automatisierung und Digitalisierung

Osoba w rękawicach używa smartfona, Cube Engineering.

Die Schweißbranche weltweit befindet sich im dynamischen Wandel – der globale Markt für Schweißprodukte wächst, und Automatisierung sowie Digitalisierung der Prozesse werden zu zentralen Trends. In Polen stellt zudem der Mangel an qualifizierten Schweißern eine zusätzliche Herausforderung dar, was den Bedarf an flexiblen Lösungen erhöht. Bei CUBE Engineering reagieren wir auf diese Veränderungen, indem wir das modulare CUBEWELD-Schweißtischsystem entwickeln, das bereit ist für die Integration neuer Technologien, Automatisierung und Schweißroboter.

Laut dem Bericht „Welding Products Market – Global Market Size, Share, and Trends Analysis Report – Industry Overview and Forecast to 2032“ (Data Bridge Market Research, 2024) erreichte der weltweite Markt für Schweißprodukte im Jahr 2024 einen Wert von 15,47 Milliarden USD und wird voraussichtlich bis 2032 auf 23,27 Milliarden USD wachsen. Dies entspricht einem stetigen Wachstum mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 5,23 %. Zu den wichtigsten Markttreibern zählen: die Automatisierung und Robotisierung von Schweißprozessen, die Digitalisierung der Fertigung sowie der zunehmende Einsatz intelligenter Schweißtechnologien, die wachsende Bedeutung von Ergonomie und Arbeitssicherheit für Schweißer sowie der Einsatz fortschrittlicher Materialien – darunter hochfeste Stähle, Verbundwerkstoffe und Speziallegierungen. Die größte Nachfrage nach Schweißtechnologien kommt aus Branchen wie Bauwesen, Automobilindustrie, Energie und Schiffbau. Die Region Asien-Pazifik bleibt das wichtigste Wachstumsgebiet, insbesondere China und Indien, wo Infrastrukturinvestitionen und der Ausbau der Schwerindustrie die Nachfrage nach moderner Schweißtechnik antreiben.

Technologiemesse, Industrieroboter, OTC-Stand, Automatisierung
SCHWEISSEN & SCHNEIDEN 2025 Messe

Schweißermangel in Polen — Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt

In Polen stehen die globalen Trends jedoch vor Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt. Laut dem ManpowerGroup-Bericht „Talent Shortage 2023“ haben 72 % der polnischen Arbeitgeber Schwierigkeiten, Mitarbeiter mit den richtigen Qualifikationen zu finden. Der CareersInPoland-Bericht „Recruitment trends and challenges in Poland – what sectors will be hiring in 2025“ zeigt zudem, dass 25 % der Unternehmen einen weiteren Rückgang an Fachkräften im Vergleich zu 2023 feststellen. Der Fachkräftemangel – insbesondere im Schweißerberuf – beschleunigt die Einführung von Schweißautomatisierung, Prozessrobotik und Investitionen in moderne Schweißtische, die die Produktionseffizienz und -stabilität unterstützen.

SCHWEISSEN & SCHNEIDEN 2025 — zentrale Trends im Schweißmarkt

Industrieroboter auf einer Technologiemesse
SCHWEISSEN & SCHNEIDEN 2025 Fachmesse

Unsere Eindrücke von der SCHWEISSEN & SCHNEIDEN 2025 Fachmesse haben diese Erkenntnisse nur bestätigt. Es wurde deutlich, dass intelligentes Schweißen längst kein Zukunftsbegriff mehr ist – es wird zur alltäglichen Realität. Hersteller präsentierten Systeme zur Echtzeitüberwachung, KI-basierte Lösungen und Roboter, die in Cobot-Modellen mit Menschen zusammenarbeiten. Dadurch können Unternehmen Fehler schneller erkennen, Kosten senken und die Schweißqualität verbessern. Wichtig ist, dass diese Technologien nicht mehr nur den größten Unternehmen vorbehalten sind – sie erreichen zunehmend auch kleine und mittelständische Betriebe.

Der zweite große Trend ist nachhaltiges Schweißen. Wir haben viele Lösungen gesehen, die darauf ausgelegt sind, Material zu sparen, Emissionen zu reduzieren und die Lebensdauer von Werkzeugen und Werkbänken zu verlängern. Auch lokale Lieferketten waren ein großes Thema – eine kürzere Strecke von der Produktion zum Kunden bedeutet nicht nur geringere Kosten und schnellere Abläufe, sondern auch einen kleineren ökologischen Fußabdruck. Diesen Weg gehen wir selbst, weshalb wir stolz gezeigt haben, dass CUBEWELD in Polen gefertigt wird und unsere Module regeneriert und wiederverwendet werden können.

Future Hub und Branchendialoge

Die Future Hub Area hat uns besonders beeindruckt. Hier trafen Start-up-Vertreter, Ingenieure und Branchenführer aufeinander – ein echter Raum für Wissensaustausch: von Präsentationen neuer Materialien über Vorführungen automatisierter Schweißsysteme bis hin zu Gesprächen über die Zukunft der Arbeitswelt in der Branche. Besonders im Fokus standen modulare und skalierbare Lösungen, die sich flexibel an die Anforderungen jedes Unternehmens anpassen lassen – vom kleinen Handwerksbetrieb bis zur globalen Produktionslinie.

Die Vorträge im „Future Hub“ waren sehr vielfältig, aber vor allem waren es keine reinen Technikvorträge – es ging um die Zukunft des Schweißens: um Prozesse mit Millionen von Zyklen, um Werkstoffe und um Menschen. Hier sind die Beiträge, die uns besonders aufgefallen sind:

• Benedikt Allebrodt (Durum Verschleißschutz GmbH) — „Innovative Werkstoffe für thermisches Beschichten“, mit Fokus auf neue Materialien, die beim thermischen Beschichten vor Verschleiß und Korrosion schützen.

• Samuel Mann (welded.io) stellte eine vernetzte Schweißrauch-Sensorlösung vor, die unsichtbare Gesundheitsrisiken für Beschäftigte sichtbar macht. Das System schützt Menschen und spart Energie, indem es Lüftung und Absaugung intelligent nur bei Bedarf steuert.

• Juha Ensio Kauhanen (Cavitar Ltd., Savon ammattiopisto, Savo Vocational College in Finnland) zeigte, wie eine Schweißkamera die Ausbildung im Schweißen unterstützt. Damit lässt sich der Schweißprozess live beobachten und aufzeichnen – das erleichtert das Lernen, ermöglicht schnelle Korrekturen und verbindet Theorie und Praxis besser.

Ein Höhepunkt war die internationale Podiumsdiskussion zu ressourcenschonenden Reinigungsprozessen; Experten – darunter Olaf Reuter (Reuter) – stellten praxisnahe Beispiele für ressourcenschonende Reinigungsverfahren vor.

Es ist bemerkenswert, dass die meisten Präsentationen von Praktikern und Implementierungsspezialisten geleitet wurden. Dadurch sind die vorgestellten Lösungen umsetzbare Strategien, die schon heute direkt in der Produktion angewendet werden können.

Für uns hat die Messe bestätigt, dass die Entwicklung von CUBEWELD genau den globalen Trends entspricht. Flexible Module, einfache Integration mit Robotern und Automatisierung sowie Langlebigkeit durch fortschrittliche Fertigungstechnologien – das sind aktuell die wichtigsten Anforderungen der Branche. Wir sind aus Essen mit der Überzeugung zurückgekehrt, dass unsere Lösungen nicht nur die Herausforderungen des Marktes adressieren, sondern auch Teil eines neuen Standards im Schweißen sind.

Ähnliche Beiträge aus dieser Kategorie